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zur Übersicht de Botton, Alain - Trost der Philosophie Zusammenfassung
Alain de Botton wählt für sein Buch sechs Philosophen der Zeitgeschichte: 1. Sokrates: Trost bei UnbeliebtheitDer Einstieg war schwierig. Sein Denken und Philosophieren ist noch recht präsent von "Sofies Welt" von Jostein Gaarder. und wurde daher von den Gräfinnen relativ locker "überflogen". Auch ist es die Zeit, in der Sokrates lebte, sie ist am weitesten weg und deswegen wohl auch am schwierigsten zu verstehen. "Die sokratische Denkmethode wies uns einen Weg zur Meinungsbildung, auf dem wir uns sicher fühlen konnten, auch wenn uns einmal ein heftiger Wind entgegenblies." Folgt daraus: "Für die Wichtigkeit eines Gedankens oder einer Handlung ist es nicht ausschlaggebend, ob sie weithin geglaubt oder weithin abgelehnt wird, sondern ob sie den Gesetzen der Logik folgt." 2. Epikur: Trost bei Geldmangel Dieser Philosoph ist aktuell wie nie! Wasnützen Recihtümer, wennwir keine Freunde haben? Wir hetzen hinter Dingen her, die uns viel Zeit, Geld und Nerven kosten, was ist mit den Dingen, die gratis vor unserer Nase liegen, wie Freundschaft, Liebe, Zeit füreinander? Wir nehmen sie nur selten wirklich wahr. Was braucht der Mensch? Epikur antwortet: Ein Obdach, Nahrung, Kleidung, Freunde, Freiheit, Nachdenken Epikur gibt zu bedenken"dass es nicht due durch kostspielige güter befriedigten Bedürfnisse sein können, von denen unser Glück abhängt." 3. Seneca: Trost bei Frustration Schlimmes kann durchaus geschehen, wir sollen uns aber nicht quälen und uns zu Tode grämen. Dieser Philosoph schenkt uns eine gehörige Portion Gelassenheit. Was frustiert uns? Auf alles weiss Seneca eine Antwort, eine Beschwichtigung. Zorn: "Wir werden weniger zornig, wenn wir uns weniger erhoffen." Bestürzung: "Wir müssen auf alles gefasst sein und unsere Gedanken nicht etwa bloss auf das richten, was zu geschehen pflegt, sondern was geschehen kann" Ungerechtigkeitsempfinden: "Nicht alles, was uns zustässt, geschieht auf Grund unserer Eigenart."
Besorgnis: "..bedenken, dass Schlimmes durchaus geschehen kann, fügt jedoch hinzu, kaum aber wohl so Schlimmes, wie wir befürchten." Verhöhnung: " Hinter jeder vorschnellen Annahme, man habe sie kränken wollen, lauerte die Furcht, Hohn zu verdienen." Fazit von Seneca: " Das Bes te ist, zu ertragen, was man nicht besser machen kann." 4. Montaigne: Trost bei UnvollkommenheitDiesen Philosophen kannten die Gräfinnen am wenigsten. Ihm werden diesem Buch viele Seiten gewidmet. Es scheint, als ist Alain de Botton ein grosser Bewunderer. Der Übertitel der Gräfinnen über dieses kapitel: sexuelle, kulturelle, intellektuelle Unvollkommenheit Viele Ideen scheinen revolutionär zu dieser Zeit. Sexuell: "dass nichts, was Menschen widerfährt, unmenschlich sein kann - Jeder Mensch trägt die Gestalt des Menschseins in sich" Kulturell: "Die Spanier hatten die Indianer reinen Gewissens abgeschlachtet, in der Überzeugung zu wissen, wie einnormaler Mensch beschaffen sei." Intellektuell: "Es gibt zwei Kategorien des Wissens: Buchwissen und Lebensklugheit" 5. Schopenhauer: Trost bei gebrochenem HerzenDieses Kapitel gefällt den Gräfinnen am besten. Schopenhauer war ja bei den Frauen nicht besonders beliebt und dementsprechend ist seine meinung über Frauen auch nicht so toll.In seinen pointierten Aussagen steckt dennoch viel Wahres, köstlich zubereitet und serviert von Alain de Botton. Was passiert bei der Partnersuche genau? " Es steht uns nicht frei, uns in jeden zu verlieben, weilwir nicht mir jedem gesunde Kinder hervorbringen können.". "Liebe ist nichts anderes als die Bewusstwerdung dessen, dass der Wille zum Leben das ideale elterliche Gegenstück gefunden hat." Ehebündnis, ewige Liebe: "Das Streben nach persönlichem Glück und die Herborbringung gesunder Kinder sind zwei grundverschiedene Unternehmungen." Liebeskummer: "Wenn die Liebe uns im Stich gelassen hat, ist es tröstlich zu hören, dass Glücklichsein nie Teil des Plans war." 6. Nietzsche: Trost bei Schwierigkeiten Viel Neues haben wir über Nietzsche erfahren, eine Gräfin hat diesen Abschnitt im Engadin gelesen, sie fand es sehr spannend, genau da zu sein, wo dieses Buch geschrieben wurde! Nietzsche erfand die bergphilosophie, er liebte die Berggipfel der Schweiz, verbrachte viel Zeit in den Bergen, mit Wandern und Klettern. Dort fand er seine Gedanken. "Wir sollten uns unserer Schwierigkeiten nicht schämen, nur unseres Unvermögens, Schönes aus ihnen heranzuziehen." "Nicht alles, wonach wir uns besser fühlen, ist gut für uns. Nicht alles, was weh tut, muss unbedingt auch schlecht sein." 7. Liebelingszitate:S. 69 "Kern der epikureischen Philosophie ist die Einsicht, dass wir die Frage:"Was macht mich glücklich?" intuitiv keinen Deut besser zu beantworten vermögen, als die Frage: "Was macht mich gesund?" S. 75 "Es gibt kaum ein besseres Gegenmittel gegen Besorgnis als Besinnung." S. 91 " Gut möglich, dass das Glück schwer zu erjagen ist. Die Hindernisse sind jedoch nicht in erster Linie finanzieller Natur." S. 222 "Da unser grösstes Vergnügen darin besteht, bewundert zu werden, die Bewunderer aber, selbst wo alle Ursache wäre, sich ungern dazu herbeilassen; so ist der Glücklichste der, welcher, gleichviel wie, es dahin gebracht hat, sich selbst zu bewundern." 29.03.2006
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