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zur Übersicht Kolb, Annette - Daphne Herbst Kurze Zusammenfassung Daphne Herbst ist eine junge Frau der Münchner Gesellschaft. Sie bewegt sich in den gehobenen Kreisen, wird von diesen jedoch verachtet, da ihre Mutter eine Bürgerliche ist und ihr Vater deshalb von seiner Familie enterbt und seines Namens enthoben wurde. Die romantische Liebesgeschichte zwischen Daphne und Carry Loon, einem Schweizer Architekten, scheitert an den Intrigen der heranwachsenden Schwester Flick. Daphne stirbt den Tod einer Kameliendame. Die Auflösung der feudalen Gesellschaft in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg bildet den Hintergrund dieser Geschichte. Die Geschichte weist sarkastische Züge auf und liest sich wie ein „Gala“ ohne Hochglanz-Fotos. Die vielen Fremdwörter, französischen Ausdrücke und Dialoge gestalten die Lektüre sehr anspruchsvoll. Daphne, eine Nymphe der griechischen Mythologie, Tochter des Flussgottes Peneios. Wie die Göttin Artemis war sie eine jungfräuliche Jägerin. 2. Über den Autor/die Autorin Annette Kolb, mit bürgerlichem Namen Anna Mathilde Kolb, (* 3. Februar 1870 in München, † 3. Dezember 1967 in München) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie setzte sich nachhaltig für den Frieden ein und erwarb sich Verdienste um die deutsch-französische Verständigung. In Romanen beschäftigte sie sich kapriziös-anmutig mit dem High-Society-Leben. Im Ersten Weltkrieg trat sie entschieden für den Pazifismus ein. Ein vehementes Plädoyer für die Anwendung von Vernunft und für eine europäische Völkerverständigung löste nach einem Vortrag in Dresden am 11. Januar 1915 Tumulte aus. Das Bayerische Kriegsministerium verhängte gegen sie 1916 "wegen pazifistischer Umtriebe" eine Brief- und Reisesperre. Auf Betreiben von Walther Rathenau konnte Annette Kolb ins Schweizer Exil gehen. 1923 ließ sich die Schriftstellerin in Badenweiler nieder. In den zwanziger Jahren spielte sie eine bedeutende Rolle im deutschen Literaturleben. Rainer Maria Rilke war von ihren Romanen begeistert, mit René Schickele, den sie seit 1914 kannte, ihrem Nachbarn in Badenweiler, einem Elsässer Schriftsteller und Befürworter deutsch-französischen Interessenausgleichs, verband sie eine Freundschaft bis zu seinem Tode im Jahr 1940. 1928 schrieb Annette Kolb ihren zweiten Roman „Daphne Herbst 1933 emigrierte Annette Kolb nach Paris und löste sich damit völlig vom Deutschland der Nationalsozialisten; 1936 wurde sie französische Staatsbürgerin. 1941 floh sie 71-jährig nach New York. Nach dem Krieg lebte sie bis 1961 sowohl in Paris wie in München und Badenweiler. Ihren letzten Wohnsitz nahm sie in München. Annette Kolb war bis ins hohe Alter hinein literarisch, musikalisch, journalistisch und politisch aktiv. Ihr Grab befindet sich auf dem kleinen Bogenhausener Friedhof an der Neuberghauser Straße. 3. Diskussion zum Thema Lieblingszitate: 4. Zum Weiterlesen - 1934 – Die Schaukel, Roman
- 1937 – Mozart. Sein Leben., Biografie
- 1941 – Schubert. Sein Leben., Biografie
- 1954 – Blätter in den Wind, Essays
23.04.2007
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